Familiengeschichte der Besitzer

Kannawurfer Wappen
Vitzthumer Wappen

von Kannawurf

 

Die adlige Familie von Kannewurf (in Urkunden auch unter Canewerf, Kanneworff, Kannawurf, Kannewurff, Kannaworf, Kanworf) ist ein altes thüringisch - sächsisches Adelsgeschlecht, das spätestens im 13.Jh. seinen Stammsitz auf Schloss Kannawurf hatte, nach dem es sich auch benannte.

 

Erstmals wurden 1221 ein Albertus de Canneworfin und 1245 ein Albert de Kannewerfen urkundlich erwähnt. Die Familie war weiterhin mit Gütern im Stift Merseburg und zwischen Kindelbrück und Sachsenburg an der Wipper belehnt.

 

Schon 1350 verlassen die Kannawurfer ihren Stammsitz und veräußern ihn. Später sitzen sie auf Albersroda, Bendeleben, Buttstädt, Beuna, Freyburg, Gehofen, Gleina, Grussnitz, Heiligenkreuz, Kelbra, Kl. Liebenau, Merseburg, Mücheln, Niederbeuna, Pretzschendorf (Erzgebirge), Peina, Schnellroda, Steigra, Trebra, Weischütz (vor 1383), kurzfristig hatten sie auch Güter in Burgscheidungen und Kirchscheidungen und besaßen auch Pfannengüter in Halle.

 

In der Kirche von Schnellroda hatte die Familie 200 Jahre lang ihr Erbbegräbnis. Dort befindet sich ein Epitaph des Hans von Kannewurf († 1540). Im Naumburger Dom befindet sich in der Eingangshalle das Epitaph Heinrich Burkhart von Kannewurf auf Albersroda und Gleina.

 

Georg von Kannawurf kommt 1545 als kursächsischer Hofmarschall vor und Hans Caspar war 1614 kursächsischer Kammerjunker.

 

Im 18. Jahrhundert kam die Familie nach Ostpreußen, wo 1806 ein Rudolf von Kannewurf Herr auf Batikowen war.

 

Horst von Kannewurf ist noch 1932 dort nachweisbar († 1939). Adlige bzw. bürgerliche Nachfahren der Familie ließen sich auch in Dänemark, Norwegen und in den USA nieder. Auch in der Umgebung des Stammsitzes gibt es noch Träger des Namens.

 

 

 

Vitzthum von Eckstedt

 

Der Name Vitzthum leitet sich von lat. vicedominus ab und meint den Vertreter eines Fürsten. Die Vitzthume, ein weit verzweigtes thüringisches Adelsgeschlecht, bekleideten im Dienst des Erzbischofs von Mainz die Ämter des Vitzthums und des Schenken. Der Vertreter des Erzbischofs von Mainz hatte seinen Amtssitz in Erfurt. Da diese Ämter erblich waren, konnten sie in den Familiennamen übernommen und auch weitervererbt werden und wurden so zum Familiennamen.

 

1123 wird mit Dietrich de Abbolde der älteste bekannte Vorfahre der Vitzthume genannt. Sie waren Herren von Apolda, später Schenken des Erzbischofs. Mitte des 13. Jh. trennte sich die Linie Eckstedts ab, deren Begründer Ritter Berthold (gest. um 1285) das Amt des Erfurter Vicedominus innehatte und dessen Familiensitz Eckstädt bei Erfurt war. Diese Linie nannte sich fortan Vitzthum von Eckstädt. Eine weitere Linie nannte sich Vitzthum von Apolda, während die Stammlinie im 14. Jh. ausstarb.

 

Die Familie besaß von 1334 bis 1376 die Burg in Burgscheidungen und nach 1371 auch die Wasserburg Niederroßla. Nach einer Erbteilung der Linie Vitzthum zu Roßla um 1400 bildeten sich die zwei Linien Roßla und Tannroda heraus, wobei Letztere ab 1410 im Besitz der Burg Kriebstein, 1418 zu Tannroda und 1423 zu Nebra erscheint. Die Linie Roßla besaß hingegen Dornburg, Laucha, Klöden, Lichtenwalde, Kapellendorf usw.

 

Im Jahr 1539 wurde die Familie mit dem Schloßgut Kannawurf. Um 1563 begann der Bau des heutigen Schlosses.

 

Die Vitzthume zählten zu den mächtigsten und reichsten Adelsgeschlechtern der damaligen Zeit. Ihre Nachfahren leben noch heute.

follow us on twitter let us get friends on facebook enjoy our photos on flickr