Rundgang durch die Kellergewölbe des Schlosses

Die Kellergewölbe erreicht man vom Schlosshof über eine breite Sandsteintreppe im Westflügel, deren Portal die Jahreszahl 1565 trägt. Die Stufen zeigen deutliche Abnutzungsspuren der früheren Nutzung als Weinkeller und auch die Steinplattenfußböden der Keller stammen mit ihren mittig eingetieften Rinnen noch aus dem 16. Jahrhundert. Zu dieser Zeit befanden sich am Südhang der benachbarten Hainleite noch weitläufige Weinberge, deren goldener Saft hier im Keller gekeltert wurde. Flurnamen, wie Am Weinberg deuten noch vereinzelt auf diese Nutzung hin.

 

Unten angekommen erschließen sich nord- und südwärts weitläufige tonnengewölbte Keller. Vom nördlichen aus gelangt man Richtung Osten in einen älteren von einem Vorgängerbau stammenden tonnengewölbten Kellerraum - erkennbar an einer parabelförmigen Wölbung der Tonne, oder man wendet sich durch einen Rundbogengang nach Nord-West und erreicht nach etwa 20 Metern die zuvor "unsichtbare" Westtonne. Diese ist das größte Einzelbauwerk der bis heute erhaltenen Gewölbeanlage und befindet sich nicht unter dem Schloss selbst sondern unter dessen Vorplatz - ein kleiner Luftschacht verrät dies am Ende der Anlage. Nach unbestätigten Überlieferungen soll von hier aus in früherer Zeit ein weiterer Gang bis zur Kirche des Ortes bestanden haben.

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